Andrea Carandini

Andrea Carandini (geboren am 3. November 1937 in Rom) ist ein italienischer Klassischer Archäologe.

Andrea Carandini, Sohn des italienischen Botschafters und Politikers Nicolò Carandini, studierte Klassische Archäologie an der Universität La Sapienza in Rom bei Ranuccio Bianchi Bandinelli, der ihn 1962 für eine Arbeit über die Mosaiken der Villa von Piazza Armerina promovierte. Es folgten Jahre als wissenschaftlicher Assistent und Dozent an der La Sapienza und der Universität Siena, an der er zudem von 1980 bis 1983 als außerordentlicher Professor lehrte. Im Jahr 1984 berief ihn die Universität Pisa auf den Lehrstuhl für Klassische Archäologie und antike Kunstgeschichte, den er bis 1992 innehatte. In diesem Jahr wurde er auf den entsprechenden Lehrstuhl an die La Sapienza berufen. Zugleich lehrte er Methodik und Ausgrabungstechnik an der ''Scuola di Specializzazione di Archeologia'' der Universität. Im Jahr 2010 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Im Jahr 2006 erhielt Carandini die Goldmedaille des Staates Italien für die Verdienste um Schule, Kultur und Kunst ''(medaglia ai benemeriti della scuola, della cultura e dell’arte).'' Von 2009 bis 2011 war er Präsident des ''Consiglio superiore dei beni culturali'', seit 2013 ist er Präsident des Fondo Ambiente Italiano.

Andrea Carandini war seine gesamte Karriere hindurch immer aktiver Ausgräber. Bedeutend waren seine Untersuchungen in der Villa von Piazza Armerina, die er mit Unterbrechungen von 1964 bis 1982 durchführte. Neben Ausgrabungen in den ''Terme del Nuotatore Ostia'' in Ostia Antica, Volterra, Veji und Pompeii waren vor allem seine Ausgrabungen der Villa von Settefinestre von herausragender Bedeutung. Hinzu kamen ab 1985 wichtige Ausgrabungen in Rom, die den Abhängen des Palatin galten und wichtige Erkenntnisse zur Lokalisierung der frühesten Anlagen Roms aus der ...
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