Bernhard Linke

__KEIN_INHALTSVERZEICHNIS__ Bernhard Linke (* 7. März 1961 in Berlin) ist ein deutscher Althistoriker.

Bernhard Linke studierte an der Freien Universität Berlin Alte Geschichte und die Nebenfächer Neuere Geschichte, Latein und Französisch. Studienaufenthalte führten ihn an die Université III de Bordeaux und an die RWTH Aachen. Linke wurde 1993 an der Freien Universität Berlin mit einer von Walter Eder und Hartmut Galsterer betreuten Arbeit über das frühe Rom promoviert. Von 1993 bis 2000 war er wissenschaftlicher Assistent bei Martin Jehne an der Technischen Universität Dresden. Im Jahr 2000 habilitierte er sich an der Technischen Universität Dresden, wo er anschließend bis 2004 als Oberassistent tätig war. Nach einer Lehrstuhlvertretung an der Technischen Universität Chemnitz lehrte er dort von 2004 bis 2009 als Professor für Antike und Europa. Seit 2009 lehrt Linke als Professor für Alte Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2015 ist Linke Mitherausgeber der Zeitschrift Historia.

Linke befasst sich schwerpunktmäßig mit religiösen Weltbildern in der Antike, wobei er davon ausgeht, dass religiöse Deutungssysteme substanzielle Einblicke in die fundamentalen Strukturen einer Gesellschaft ermöglichen. Hierzu konnte er ein grundlegendes Einführungswerk vorlegen. In Anbindung daran analysiert Linke zudem die Entstehung des europäischen Republikanismus in der Antike, da trotz der religiösen Fundierung des römischen und griechischen Gemeinwesens eine politische Kultur entstehen konnte, die kaum durch sakrale Normen eingeengt gewesen sei.

Linke legt auch im Bereich der römischen Geschichte einen besonderen Fokus auf die Themenfelder Seerüstung und Seeherrschaft sowie Territorialisierung und Rechtsgeltung. Ein Hauptaugenmerk seiner Forschungen liegt dabei auf dem Ende der republikanischen Zeit, wozu er eine einführende Übersicht veröffentlichte, sowie auch auf der Kaiserzeit des antiken Roms.
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