Richard Milner

Richard Milner (* in Mayfield, Cork) ist ein irisch-US-amerikanischer Kernphysiker.

Milner studierte Physik am University College Cork mit dem Bachelor-Abschluss in Experimentalphysik 1978 und dem Master-Abschluss in theoretischer Physik 1979 und wurde 1984 am Caltech promoviert. Anschließend war er dort 1985 bis 1988 Research Fellow. 1988 wurde er Assistant Professor und später Professor am Massachusetts Institute of Technology. Er war dort 1998 bis 2006 Direktor des Bates Linear Accelerator und 2006 bis 2015 Direktor des Laboratory of Nuclear Science.

Er ist am Hermes-Experiment des DESY beteiligt und untersucht darin die Spin-Struktur des Nukleons, zusammengesetzt aus Quarks und Gluonen. In jüngster Zeit ist er am Bates Large Acceptance Spectrometer Toroid (BLAST) des Bates Linear Accelerator des MIT beteiligt. Dort wird die Spinstruktur leichter Kerne (Helium-3, Deuterium) untersucht.

Außer am DESY und MIT experimentierte er am SLAC, der Indiana University Cyclotron Facility (IUCF) und am Jefferson Lab (unter anderem CLAS 12 Experiment). Er entwickelt eine He3-Ionenquelle am RHIC des Brookhaven National Laboratory und ist seit zwei Jahrzehnten Befürworter eines Elektronen-Ionen-Speicherrings in den USA.

Er erhielt einen Humboldt-Forschungspreis und ist Ehrendoktor der National University of Ireland (2010) und Fellow der American Physical Society (APS), deren Abteilung Kernphysik er 2007 vorstand. 2014 bis 2017 stand er dem International Spin Physics Committee vor.

Für 2020 erhielt er den Tom-W.-Bonner-Preis für Kernphysik für ''Pionierarbeiten der Entwicklung und Nutzung polarisierter Targets in Speicherringen und seine Führungsrolle in der Untersuchung der Struktur des Nukleons in einer breiten Palette von Elektronenstreuexperimenten an Kernen'' (Laudatio).
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