Heinz Reif

Heinz Reif (* 31. Oktober 1941 in Oberhausen) ist ein deutscher Historiker.

Heinz Reif war zunächst als Maschinenbauingenieur tätig. Er studierte von 1968 bis 1973 die Fächer Geschichte, Literaturwissenschaft und Soziologie an den Universitäten Bochum, Münster und Bielefeld. Er war von 1973 bis 1983 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bielefeld bei Jürgen Kocka. Reif wurde 1977 promoviert über das Thema ''Westfälischer Adel 1770–1860. Vom Herrschaftsstand zur regionalen Elite''. Ihm wurde 1981 der Heinz Maier-Leibnitz-Preis verliehen. Er habilitierte sich über das Thema ''Industrialisierung, Städtebildung und Arbeiterschaft in der Ruhrgebietsstadt Oberhausen 1850–1914'' bei Jürgen Kocka, Hans-Ulrich Wehler und Christoph Kleßmann. Von 1983 bis 1986 leitete Heinz Reif das Ruhrlandmuseum (heute Ruhr-Museum) zur Industrie- und Sozialgeschichte des Ruhrgebiets in Essen. Von 1986 bis 2009 war Reif Professor für Neuere Geschichte an der Technischen Universität Berlin. Reif forschte 1995 als Visiting Fellow an der University of Essex und an der University of Leicester. Er gründete 2003 das Center for Metropolitan Studies (Zentrum für Metropolenforschung) der TU Berlin. Seine Nachfolgerin wurde 2009 Dorothee Brantz.

Seine Arbeitsschwerpunkte sind vor allem die Stadtgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, die Geschichte des Adels vom 18. bis 20. Jahrhundert, die Industrialisierung, Deindustrialisierung und Transformation von Industrieregionen, die Verkehrsgeschichte des 20. Jahrhunderts, die Museumskonzeption, Ausstellungsgestaltung und Medienberatung. Reif war Herausgeber der Reihe „Elitenwandel in der Moderne“ (bis 2016), Mitherausgeber der „Informationen zur modernen Stadtgeschichte“ (bis 2011), des „Jahrbuchs für Wirtschaftsgeschichte“ (bis 2007) und der „Beiträge zur Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung“ (bis 2014). Reif ist Mitglied der Historischen Kommission zu Berlin.
Treffer 1 - 20 von 29 für Suche: 'Heinz Reif'
Suchdauer: 0.44s