Johann Jakob Sell

Johann Jakob Sell (* 11. Januar 1754 in Stettin; † 23. März 1816 ebenda) war ein deutscher Schulmeister und Historiker.

Sell erhielt seine Schulbildung an der Stettiner Ratsschule. Ab Ostern 1771 besuchte er die Universität Halle und belegte dort die philologischen Fächer, um sich auf das Lehramt vorzubereiten. Nach vollendetem Studium nahm er zunächst eine Stellung als privater Hauslehrer bei einer Familie auf Rügen an. 1776 erhielt er ein Lehramt an der Stettiner Ratsschule, wo er bald stellvertretender Rektor wurde. In dieser Stellung wirkte er einige Jahre lang erfolgreich. Im Mai 1783 wurde er Gymnasialprofessor für Geschichte und Rhetorik am Königlichen Gymnasium zu Stettin, das unter der schwedischen Herrschaft den Charakter einer Akademie angenommen hatte. Sell wurde schließlich Rektor des Gymnasiums, das 1805 mit der Stettiner Ratsschule zum Vereinigten Königlichen und Stadtgymnasium zusammengeschlossen wurde. Er war Freimaurer und gehörte der Stettiner St. Johannis-Loge ''Zu den drei Zirkeln'' an, als deren Zeremonienmeister er 1787–1795 fungierte.

Sell war ab 1809 Stadtverordnetenvorsteher in Stettin.

Sell veröffentlichte Schriften über die pommersche Geschichte. Sein dreiteiliges Buch ''Geschichte des Herzogtums Pommern'' (Berlin 1819–1820) kam erst nach seinem Tod heraus. Der erste Teil des letzteren Buchs hielt der Kritik nicht durchweg Stand und galt bald als teilweise unzuverlässig. Der zweite und der dritte Teil waren jedoch weiterhin uneingeschränkt brauchbar.
Treffer 1 - 6 von 6 für Suche: 'Johann Jakob Sell'
Suchdauer: 1.42s